Rechner

Cohen’s d für den gepaarten t-Test berechnen

Cohen’s d ist das wahrscheinlich gebräuchlichste Maß der Effektstärke bei gepaarten t-Tests. Leider bietet SPSS nicht die Möglichkeit, dieses Maß direkt berechnen zu lassen.

Die Berechnung von Cohen’s d unterscheidet sich für gepaarte und ungepaarte t-Tests und Cohen’s d für gepaarte t-Tests wird meist als Cohen’s dz geschrieben, da es sich auf die Differenz der Werte beider Gruppen bezieht.

Mit diesem Rechnen kann durch die Eingabe von entweder den Mittelwerten und Standardabweichungen der Differenz beider Gruppen (MDiff und SDDiff) oder des t-Werts und der Freiheitsgrade (t und df) Cohen’s d bzw. Cohen’s dz einfach berechnet werden.

Dieses Tool berechnet Cohen’s dz, als Maß der Effektstärke für einen gepaarten t-Test. Für einen ungepaarten t-Test kann Cohen’s d mit diesem Rechner berechnet werden.

Rechner

MDiff
SDDiff

Cohen’s dz
Effektstärke r
t
df

Cohen’s dz
Effektstärke r

Interpretation

Neben den Formeln zur Berechnung, hat Cohen auch eine Reihe von Faustregeln mitgeliefert, die die Interpretation vereinfachen sollen. Allerdings ist hier zu beachten, dass es lediglich um Faustregeln handelt. Verschiedene Wissenschaften und sogar Teilgebiete derselben Wissenschaft haben teilweise unterschiedliche Maßstäbe, die zur Interpretation herangezogen werden. Als generelle Empfehlung: schauen Sie sich die Effekte aus ähnlichen Studien an und vergleichen sie die Effektstärken. So erhält man meistens einen guten Eindruck darüber, wie klein oder groß der gefundene Effekt in Relation ist.

Interpretation von d nach Cohen (1988)
kleiner Effekt |d| = 0,2
mittlerer Effekt |d| = 0,5
großer Effekt |d| = 0,8

Als zweites wird Cohen’s d noch in den Korrelationskoeffizienten der Pearson-Produkt-Momentkorrelation r umgerechnet. Seine Interpretation erfolgt regulär. r hat den Vorteil, dass es ein standardisiertes Maß ist, daher nur Werte von -1 bis +1 annehmen kann, während Cohen’s d für alle reelle Zahlen von -∞ bis +∞ definiert ist. Das Vorzeichen gibt zwar die Richtung des Effekts an, spielt allerdings für die Interpretation der Stärke des Effekts keine Rolle.

Diesen Rechner zitieren

Hemmerich, W. (2020). StatistikGuru: Cohen’s d für den gepaarten t-Test berechnen. Retrieved from https://statistikguru.de/rechner/cohens-d-gepaarter-t-test.html
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    subtitle = {Cohen’s d für den gepaarten t-Test berechnen},
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    author   = {Hemmerich, Wanja A.},
    urldate  = {2020-12-03}
}

Literaturverzeichnis

  1. Cohen, J. (1988). Statistical power analysis for the behavioral sciences (2nd ed). Hillsdale, N.J: L. Erlbaum Associates.