Moderationsanalyse

Moderationsanalyse mit SPSS durchführen

In diesem Artikel besprechen wir die eigentliche Berechnung der Mediationsanalyse in SPSS.

  1. Nachdem wir das PROCESS Makro installiert haben, können wir es unter Analysieren > Regression > PROCESS v3.5 by Andrew F. Hayes aufrufen (der Versionsnummer kann je nach Version abweichen).

    Moderation: PROCESS Makro vom Menü aufrufen


  2. Daraufhin erscheint das Fenster unten, in das wir die Variablen unseres Versuchs eintragen können.

    Moderation: PROCESS Makro Fenster


  3. Entsprechend unseres Modells ist social die abhängige Variable und wird unter Y variable eingetragen. Unsere unabhängige Variable oder X variable ist freizeit und alter ist unser Moderator, den wir auch entsprechend bei Moderator variable W eintragen. Damit hätten wir unser Modell definiert.

    Moderation: PROCESS Makro Fenster (Variablen eingetragen)

    Das Makro von Hayes unterstützt dutzende verschiedene Modelle, die jeweils etwas anders aufgebaut sind. Für die einfache Moderation, wie wir sie hier zeigen, würden die Variablen so eingetragen werden, wie wir es oben gemacht haben. Für andere Modelle würden potentiell die Variablen in andere Felder eingetragen werden müssen.


  4. Das einfache Moderationsmodell, das wir hier berechnen möchten, ist Modell #1. Um dieses Modell berechnen zu lassen, wählen wir 1 unter Model number aus, was meist schon vorausgewählt ist. Zusätzlich lassen wir noch die die Koeffizienten und Standardfehler aller wichtiger Modellparameter robust mit Bootstrap berechnen. Dazu wählen wir Bootstrap inference for model coefficients aus.

    Mediation: PROCESS Makro Fenster (komplett ausgefüllt)


  5. Um weitere Einstellungen vorzunehmen, drücken wir auf Options

  6. …es erscheint dann folgendes Fenster:

    Moderation: PROCESS Makro Fenster, Options


    • Hier wählen wir Generate code for visualizing interactions und Test for X by M interactions(s) aus.
    • Auf der rechten Seite, unter Heteroscedasticity-consistent inference, wählen wir HC3 (Davidson-MacKinnon) aus.
    • Unter Moderation and conditioning wählen wir bei Probe interactions… die Option if p < .05,
    • unter Conditioning values die Option -1SD, Mean, +1SD
    • und noch zu guter Letzt Johnson-Neyman output.

    Den Rest können wir so lassen und bestätigen unsere Eingabe mit Weiter.

    Moderation: PROCESS Makro Fenster, Options (ausgefüllt)

    Zusätzlich können wir noch auswählen, ob unsere Variablen zentriert werden sollen. Vor allem zur besseren Interpretation kann dies Vorteilhaft sein. Hintergründe und Empfehlungen dazu besprechen wir hier. Sollte wir unsere Variablen zentrieren wollen, würden wir unter Mean center for construction of products noch zusätzlich All variables that define products auswählen.

  7. Jetzt sind wir mit allen Eingaben fertig und können die Berechnung mit einem Klick auf OK starten.

    Auch wenn es empfehlen wird, mit dem Syntax zu arbeiten, wird ein Klick auf Einfügen den gesamten Code für das Makro einfügen und darunter den Syntax für unsere Analyse. Dieser Code ist etwa 5.000 Zeilen lang und sollte vorzugsweise in einem eigenen Syntax-Editor eingefügt werden. Der eigentliche Aufruf des Makro erfolgt über den PROCESS-Befehl und wäre mit unseren Einstellungen (ganz am Ende der Datei):

    PROCESS 
      y=social
      /x=freizeit
      /w=alter
      /plot=1
      /hc=3
      /decimals=F10.4
      /jn=1
      /moments=1
      /intprobe=.05
      /modelbt=1
      /boot=5000
      /xmtest=1
      /conf=95
      /model=1.


Die Berechnung der Analysen kann je nach Computerausstattung und Datenumfang länger dauern. Wenn alles fertig ist, sehen wir die Ausgabe des Makros in SPSS. Auf der nächsten Seite fangen wir mit der Interpretation an.