Repeated Measures ANOVA

ANOVA mit Messwiederholung: Beispieldatensatz

Ein Forscher möchte untersuchen, inwieweit Hintergrundgeräusche einen Einfluss auf Performanz (Leistung in Handlungstests) haben. Dazu werden 40 Versuchspersonen rekrutiert, die meisten sind Psychologiestudentinnen. Jede Versuchsperson musste drei Leistungstests (Stroop-Test, Gedächtnistest, n-back-Test) durchführen, während im Hintergrund die jeweilige Musik spielte. Insgesamt gab es vier Musikbedingungen:

  1. Kontrollbedingung, die keine Hintergrundmusik hatte
  2. Lärm, Versuchspersonen wurde Baulärm vorgespielt, wie man ihn durch ein geschlossenes Fenster hören würde
  3. Klassik, klassische Musik
  4. House, House-Musik

Um den Einfluss von anderen Geräuschen zu kontrollieren, wurde das Experiment in einer schalldichten Kabine durchgeführt. Die Lautstärke wurde so angepasst, dass die mittlere Lautstärke zwischen den Bedingungen gleich ist. Die Ergebnisse der drei Tests wurden gemittelt und zu einem Wert zwischen 0 und 10 zusammengefasst, wobei 0 eine schlechte Leistung bedeutet und 10 eine herausragend gute Leistung. Die Reihenfolge der Musik wurde variiert, um Reihenfolgeneffekte zu vermeiden.

SPSS Datenfile

Das komplette SPSS-Datenfile kann hier heruntergeladen werden.

Es besteht aus den vier Variablen intervallskalierte Variablekontroll, intervallskalierte Variablelaerm, intervallskalierte Variableklassik und intervallskalierte Variablehouse, welche jeweils die gemittelten Messungen aus den drei erwähnten Leistungstests wiedergeben.

rmANOVA: Datensatz

Im nächsten Schritt werden wir die Voraussetzungen zur Berechnung der ANOVA mit Messwiederholung mit SPSS überprüfen.

Literaturverzeichnis

  1. Golden, C. J. (2002). Stroop color and word test: a manual for clinical and experimental uses. Illinois: Wood Dale.
  2. Kirchner, W. K. (1958). Age differences in short-term retention of rapidly changing information. Journal of Experimental Psychology, 55(4), 352–358.
  3. Stroop, J. R. (1935). Studies of interference in serial verbal reactions. Journal of Experimental Psychology, 18(6), 643–662. doi:10.1037/h0054651