ungepaarter t-Test

Ungepaarter t-Test: Beispieldatensatz

Ein Team von Wissenschaftlern möchte den Einfluss von Alkohol auf Reaktionszeiten messen. Dazu bekommen Versuchspersonen entsprechend viele Tequila Shots, bis ihr Blutalkohol eine Konzentration von 0,75 Promille erreicht hat. Eine weitere Gruppe (die Kontrollgruppe) erhält ein Glas Wasser. Nach der Alkoholgabe wird gewartet und gemessen bis der Alkohol im Blut messbar ist. Die Versuchspersonen machen dann einen Reaktionszeittest. Dazu wird ihnen eine rote Ampel gezeigt. Wenn die Ampel auf grün schaltet muss ein Knopf gedrückt werden. Die Reaktionszeit ist die Zeit zwischen dem Schalten der Ampel auf grün und dem Drücken des Knopfes.

Die Reaktionszeit in dem Datenfile ist der Mittelwert aus zehn Messungen. Insgesamt wurden 100 Versuchspersonen untersucht, 50 in jeder Gruppe. Keine der Versuchspersonen aus der einen Gruppe war auch in der anderen Gruppe.

SPSS Datenfile

Das komplette SPSS-Datenfile kann hier heruntergeladen werden.

Das Datenfile besteht aus zwei Variablen: nominalskalierte Variablegruppe, mit dem Wert 1 für die Experimentalgruppe, die Alkohol erhalten hat, und den Wert 2, für die Kontrollgruppe, die keinen Alkohol erhalten hat. Die Variable intervallskalierte Variablerating enthält die durchschnittliche Reaktionszeit aus zehn Testungen in Sekunden.

Ungepaarter <em>t</em>-Test: Datenfile

Hypothesen

Die Nullhypothese des ungepaarten t-Tests ist, dass die Mittelwerte der beiden Gruppen gleich sind, also:

H0: μ1 = μ2

In den meisten Fällen wollen wir allerdings die Nullhypothese zurückweisen. Interessanter für uns ist die Alternativhypothese (auch Forschungshypothese genannt), welche besagt, dass die Mittelwerte der beiden Gruppen ungleich sind, also:

H1: μ1 ≠ μ2

Für unseren Beispieldatensatz würde dies bedeuten, dass die Null- und Alternativhypothesen die folgenden wären:

H0: μAlkohol = μkein Alkohol und H1: μAlkohol ≠ μkein Alkohol

Im nächsten Schritt werden wir die Voraussetzungen des ungepaarten t-Tests überprüfen.